Musizieren in der Nachbarwohnung: BGH fährt klare Linie

  • Posted by FinnSchiffmann
  • On 09/11/2018
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Ein Trom­pe­te­spie­ler aus Augs­burg kam in Kon­flikt mit sei­nen Nach­barn. Die­se waren deut­lich weni­ger begeis­tert von sei­nen musi­ka­li­schen Küns­ten, sodass sie Kla­ge beim Amts­ge­richt Augs­burg ein­leg­ten. Sowohl das Amts­ge­richt Augs­burg als auch das Land­ge­richt Augs­burg ent­schie­den zu Unguns­ten des Beklag­ten und schränk­ten sein Recht zu Musi­zie­ren deut­lich ein.

Der Trom­pe­ter woll­te sich die­ser Ein­schrän­kun­gen nicht hin­ge­ben und leg­te gegen das Urteil des Land­ge­richts Augs­burg Revi­si­on zum Bun­des­ge­richts­hof ein. Der BGH hat die Kla­ge abge­wie­sen und zur erneu­ten Ver­hand­lung an das Land­ge­richt Augs­burg zurück ver­wie­sen. Das Musi­zie­ren stel­le einen bedeu­ten­den Lebens­in­halt eines Musi­kers da. Es gehört dar­über hin­aus zur grund­recht­li­chen geschütz­ten frei­en Ent­fal­tung der Per­sön­lich­keit und ver­die­ne daher geho­be­nen Schutz.

Als zeit­li­chen Richt­wert gab der BGH eine Spiel­zeit von 2–3 Stun­den Wochen­tags und 1–2 Stun­den an Wochen­en­den an, was sich auf 17 Stun­den in der Woche sum­miert.

Da jedoch nicht jeder einen Viruo­sen als Nach­ba­ren hat, kön­nen hier­aus 17 lan­ge Stun­den wer­den.

 

 

 

 

 

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